Weniger Gewicht, mehr Fitness und neues Einschätzen der Möglichkeiten

Früher hätte ich nie gedacht, dass sich beim Abnehmen soviel verändert. Und wenn ich daran gedacht hätte denn wäre mir nie eingefallen wie sehr sich das alte Können im Kopf fest gesetzt hat.

Ich rede jetzt nicht davon, dass ich mir mittlerweile die Schuhe zubinden kann ohne das ich das Telefon neben mir liegen habe, um den Notarzt zu rufen. Das das wieder ohne Vorbeugemaßnahmen geht, feiere ich jeden Tag neu. Es sind eher so die Dinge in Sachen Sport oder besser gesagt Bewegung.

Gestern ist es mir extrem aufgefallen, leider kann ich ja immer noch nicht Nordic Walken, die Schulter Geschichte ist hartnäckig wie angenommen. Doch ich gehe ja alle meine Strecken zu Fuß da wir bewusst auf ein Auto verzichten. Bei diesen täglichen Gängen kommen so unterschiedliche Strecken zusammen. Die Einkaufsrunde ist so hin und zurück 20 min und die Runde in die Arbeitsloseninitiative 45 min. Letzter beinhaltet einige Steigungen. Glaubt mensch immer gar nicht, aber hier in Kiel sitzen wir auf den Ausläufern der Schleswig Holsteinischen Schweiz und hier ist es bei weitem nicht so platt wie an der Westküste. Einige Steigungen haben es hier ganz schön in sich. Und mit meinem Ausgangsgewicht habe ich diese auch nur in Etappen bewältigen können. Das hat mich immer sehr deprimiert. Gestern ist mir nun etwas aufgefallen. Ich ging in recht zügigen Tempo in Richtung inne und kam an eine Straße die recht kontinuierlich über eine längere Strecke bergan führt. Die bin ich in letzter Zeit eigentlich immer so hochgegangen und habe keine Atemnot und keine schweren Beine gehabt. Gestern nun bog ich in die Straße ein und dachte: Baah, dieser Scheißberg, da kommst du wieder nicht in eines hoch. Das war nicht sehr bewusst, eher so im Hinterkopf. Prompt musste ich zwischendrin pausieren und konnte nicht wie sonst in eines durchlaufen.

Ich finde das sehr interessant, wie der Kopf da den Körper ausbremst. Denn wie gesagt, wenn ich nicht weiter daran denke und mit den Gedanken woanders bin, laufe ich das Dings hoch wie nichts. Ich denke da muss ich bewusst neue Erfahrungen schaffen und die alten Besetzungen dadurch austauschen, sonst habe ich noch mit 80 kg im Kopf: So fett wie du bist, schaffst du das nie!

Seit ich bei AIQUM bin habe ich regelmäßig Sport gemacht, bis auf diese krankheitsbedingte Pause und auch in der bin ich ja in Bewegung, nur eben nicht so stark, also denke ich nicht das ich einen totalen Fitnessabfall habe.

KA-Rit

About KA-Rit

Karin Braun (Künstlername KA-Rit), 51 Jahre alt, verheiratet und am Abnehmen. Habe mein Gewicht von 160 kg bereits auf 121 kg reduziert und bin glücklich mich wieder bewegen zu können. Über meine sportlichen Erfahrungen werde ich dann hier berichten.
Nach einem Jahr Pause bin ich am 13.11.2009 wieder in das AIQUM Programm eingestiegen

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