Routine beim Sport

Mit meinem Entschluß täglich ins Fitness-Studio zu fahren, bin ich gut dabei. Es fällt mir wirklich leichter als wenn ich mich jeden Tag neu entscheiden müsste ob ich jetzt zum Sport will oder nicht. Mein Tagesanfang ist festgelegt und das bekommt mir gut. Ich stehe gerne früh auf und so sitze ich oft schon um 6 Uhr am Schreibtisch und erledige das was zu tun ist. Wenn es dann 8:30 Uhr ist und ich zur Bahn muß, bin ich in der Regel fertig mit der Schreibtischarbeit und danach tut der Sport doppelt gut. Immerhin habe ich dann schon 2-2 1/2 Stunden still gesessen.

Dann kann ich die sportfreien Tage auch so richtig genießen, so auch diesen sportfreien Feiertag mal mitten drin. Ich sehe den Sport als regelmäßige Verpflichtung an und komme so auch über Unlustphasen hinweg. Es ist das richtige Geleichgewicht zwischen „Strenge mit mir selbst“ und  „Gut für mich sorgen“.  Ich habe immer mal so Phasen in denen ich mich am liebsten gehen lassen würde und in denen ich aber genau weiß dass mir das im Grunde nicht gut täte. Dann ist es gut streng zu sein. Es gibt aber auch Momente in denen ist mir absolut nicht nach Sport und dann quäle ich mich auch nicht sondern faulenze mit Genuss.

Wenn man das Gefühl für dieses Gleichgewicht einmal verloren hat, ist es schwer wieder zu lernen was nun ein echtes Bedürfnis nach Ruhe und Faulheit ist, oder was ein „Sich gehen lassen“ aus anderen Gründen wie miese Laune etc ist. Mit dem Essen ist es ja ganz ähnlich und mit dem Bedürfnis nach was Süßen. Auch da ist es schwer zu unterscheiden ob man jetzt wirklich was Süßes will um es zu genießen, oder ob man es als Ersatz oder Trost etc braucht.

Das Überraschende was ich in der letzen  Zeit mit mir selbst erfahren habe ist ja, dass das Bedürfnis das in mir Lust auf Süßes weckt, mit Sport zu befriedigen ist. Also liegen Sport und Süßes nicht weit auseinander und es ist gut wenn man es hin bekommt die Weichen richtig einzustellen.

Vielleicht liegt da einer der Unterschiede zwischen Menschen die nie dick waren und dicken Menschen. Die einen gehen zum Sport wenn es ihnen nicht gut geht, wenn sie ängstlich und deprimiert und einsam sind, die anderen verkriechen sich in ihren Sessel und schwelgen in Süßigkeiten.

Auch das ist wieder eine entscheidende Erkenntnis für mein weiteres Leben und ich bin immer wieder unendlich dankbar dass ich Aiqum gefunden habe, denn dort habe ich in Ruhe lernen können meine Lebensweise langsam umzustellen und zu überdenken was früher schief gelaufen ist. Das ist nicht nur eine Ernährungsumstellung gewesen, sondern die Veränderung betrifft mein gesamtes Leben in allen Bereichen. Es hängt ja alles zusammen, ich gehe nun mit schwierigen Situationen anders um, es haben sich für mich neue Möglichkeiten eröffnet, die in der Regel gesünder sind und nicht dick machen.

Heute werde ich also mit Genuß faulenzen (abgesehen von der Mai-Demo und dem anschließenden internationalen Mai-Fest) und freue mich jetzt schon wieder auf mein Kraft-Training morgen früh. Und ich weiß dass ich einfach hin fahren werde, auch wenn ich eigentlich überhaupt keine Lust dazu habe.

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