Therabänder, das Fitnessstudio in der Tasche

Nachdem ich also mein Ausdauertraining auf dem Fahrradergometer in Schwung gebracht habe und die ersten Erfolge beim Abnehmen hatte, merkte ich dass es mir an Kraft fehlt.

Außerdem lernte ich durch Surfen im Internet, wie wichtig ein Muskeltraining beim Abnehmen ist. Erstens sieht ein muskulöser Körper besser aus, zweitens gibt es nichts Besseres gegen Rückenschmerzen – die meisten Menschen haben zu wenig oder zu ungleich trainierte Bauch- und Rückenmuskeln und drittens steigen die Muskeln den Grundumsatz.

Je mehr Muskelmasse ein Mensch hat, desto mehr Kalorien verbraucht er und das nicht nur beim Training sondern auch in Ruhephasen. Jedes dazugewonnene Gramm Muskelmasse hilft dem Stoffwechsel Energie zu verbrennen und damit Fett abzubauen. Ein Muskel aufbauendes Training hilft als doppelt beim Abnehmen. Erstens verbraucht der Mensch während des Trainings reichlich Kalorien, die aus den Fettspeichern geholt werden, wenn man nicht mehr isst als man verbraucht. Zweitens arbeitet jeder Muskel in Ruhephasen wie ein Kraftwerk und steigert den Grundumsatz. Das Training lohnt sich also wirklich doppelt.

Wieder stand ich vor der Entscheidung wie ich das angehen sollte. Das Trainingsprogramm das bei Aiqum angeboten wird, beinhaltet einen Ausdauerteil und eben das Kraftprogramm mit und ohne Therabänder für zuhause auf der Matte.

Je nach Trainingsstand kann man zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen, man wählt ob man mit oder ohne Bänder trainieren will und gibt an was der Schwerpunkt sein soll. Ganzkörpertraining, Problemzonentraining oder spezielles Rückentraining. Jeweils für zwei Wochen bekommt man ein Trainingsprogramm nach den eingenen Vorgaben erstellt. Auf kleinen Videofilmchen kann man sich die Übungen genau ansehen und die korrekte Ausführung einüben. Die verbrauchten Kalorien werden automatisch mit den aufgenommenen Kalorien aus dem Ernährungsplan verrechnet. Bequemer geht es kaum, ich konnte mich voll und ganz auf die Übungen konzentrieren.

Also ging ich in ein Sportgeschäft, kaufte mir eine gute Matte und Therabänder in verschiedenen Stärken. Eine gute Matte ist wichtig weil ich mit meinem damaligen Gewicht bei den Übungen oft auf Knien oder Ellenbogen gelegen habe und das sonst sehr unangenehm geworden wäre.

Außerdem war das Ausrollen der Matte immer ein Signal für mich, dass jetzt das Training losgeht und ich mich eine Weile ganz auf mich konzentrieren will.

Ich war so froh dass ich alleine in meinen vier Wänden war. Ich fühlte mich wie ein Walross auf dem Trockenen, lag schnaufend auf der Matte und wusste am Anfang überhaupt nicht wie ich die einzelnen Muskeln ansprechen konnte, die ich nun bewegen sollte. Ein gutes Beispiel dafür ist der allseits beliebte Crunch. Zu Beginn lag ich auf dem Rücken, die Beine aufgestellt, die Arme nach vorne gestreckt und versuchte meinen Bauch dazu zu bewegen sich so anzuspannen dass die Schultern vom Boden hoch kamen. Am Anfang war keine Rede davon. Ich schnaufte vor mich hin aber ich bekam meine Schultern nicht vom Boden gelöst, jedenfalls nicht ohne Schwung und nur mit Hilfe der Bauchmuskeln. Irgendwann gelang es mir die Muskeln zu lokalisieren. Immerhin konnte ich sie nun anspannen und nach und nach kam ich dann auch vom Boden hoch. Zum Schluss gelangen mir Serien von über 100 Crunches. Als ich mehr Schwierigkeit brauchte, boten die Therabänder gute Möglichkeiten.

Inzwischen übte ich die Knieliegestütz auch mit einem Theraband erschwert und noch eine ganze Reihe von Übungen. Irgendwann kaufte ich mir dann Hand- und Fussmanschetten und eine Hilfe um das Theraband in Türrahmen oder Fensterrahmen zu fixieren. Das erweiterte das Übungsspektrum noch mehr. Es war wirklich wie ein kleines Fitnessstudio zuhause.

Und nicht nur für zuhause. Man kann die Bänder sogar in die Jackentasche stecken oder sie finden noch Platz beim Schwimmzeug. Im Sommer habe ich sie oft mit zu unserem Badesee genommen. Dort konnte ich sie an Bäumen oder an einem Zaun befestigen und so meine Übungen draußen machen. Auf die Weise kann man auch an jedem Urlaubsort oder in jedem Hotelzimmer sein Sportprogramm machen.

Ja, nachdem ich nun zwei Jahre zuhause trainiert habe und eindeutige Fortschritte sowohl beim Abnehmen als auch beim Muskelaufbau gemacht habe, wollte ich mehr ‚raus gehen zum Sport machen und habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet, aber das ist eine neue Geschichte.

Das Fahrradergometer und die Therabänder haben mir enorm dabei geholfen, innerhalb von zwei Jahren 40 Kilo abzunehmen.

One thought on “Therabänder, das Fitnessstudio in der Tasche

  1. […] ich auch straffe Muskeln haben. Also ohne Fleiß keinen Preis. Ich werde die Trainingsvariante mit Therabändern […]

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