Abnehmen und Sport
persönliche Erfahrung über das Abnehmen mit Sport

Dick und untrainiert? Trainieren mit Menschen auf dem gleichen Fitnesslevel

30 Aug

Autor: Requendel - Kategorie: abnehmen mit Sport, Allgemein, Ausdauertraining, aerobes Training, Blog Requendel, Stoffwechsel anregen

Wenn ich draußen gemischte Gruppen beim Ausdauersport, sein es Walking, Joggen oder Radfahren beobachte, fällt mir immer wieder auf dass es meist ein zwei Leute gibt die keinen so glücklichen Eindruck machen. Sie wirken überanstrengt, oft rot im Gesicht und sie beteiligen sich nicht an dem Geplauder in der Gruppe. Offenbar fehlt die Puste. Ich kenne das Gefühl noch gut von mir selbst. Meist habe ich ja Sport in der Gruppe vermieden weil ich genau wußte dass ich nicht mit komme, aber manchmal ist es mir doch passiert dass ich mich massiv überfordert habe und das war dann schon richtig gefährlich für mein Herz. Warnzeichen sind Übelkeit, Schwindel, Rotes Gesicht und Atemnot. Pulskontrolle ist absolut notwendig. Wer mit dem Training anfängt sollte seinen oberen Wert sorgfältig festlegen und noch besser mit seinem Arzt absprechen und diesen Wert möglichst nicht überschreiten.

Macht man es doch kann es einem so gehen wie mir auf Sizilien, als ich mich auf einer Wanderung überforderte um mit meinem sportlichen Mann mit zu halten. Mitten in den Bergen, auf einem endlosen Serpentinenweg wurde mir so übel dass ich mich hinsetzen mußte, ich sah rote Punkte vor den Augen tanzen und brauchte über zwei Stunden um wieder weiter zu können. Dann ging es auch nur im Schneckentempo so dass wir den letzten Bus zum Hotel verpasst haben und nachts in der Einsamkeit fest saßen. Für diesen Urlaub war mein Spaß am Wandern vorbei, ich hielt mich nur noch auf der Hotelanlage und am Strand auf. So etwas soll mir nicht mehr passieren. Zum Glück redeten wir darüber und mein Mann erkannte wie sehr er mich mit seinen Ansprüchen genervt hat, weil er sich nicht vorstellen konnte dass man etwas das ihm so leicht fiel, nicht schafft. Ehrlich gesagt wußte ich schon zu Beginn der Wanderung dass das für mich zu viel werden würde, ich hatte aber keine Lust auf noch mehr Gemaule und bin eigentlich nur meinem Mann zu Gefallen mit gegangen. Ein großer Fehler der mir nie wieder passiert.

Genau dies ist aber schwierig, wer will schon zurückbleiben oder eine ganze Gruppe aufhalten? Oder wer will schon vor seiner Familie oder auch nur vor seinem Partner zugeben wie schlapp er ist? Der Gruppenzwang schlägt zu und treibt den Untrainierten dazu sich permanent zu überfordern und in gefährliche Bereiche zu gehen. Bestenfalls nimmt das die Lust am Sport treiben, denn mit diesen körperlichen Qualen kann Sport überhaupt nicht Spaß machen. Schlimmstenfalls kommt es zu einem Kollaps und das Herz wird geshädigt, das kann sogar lebensbedrohlich werden.

Mein Apell an alle Menschen die zu dick sind und doch mit dem Sport beginnen wollen ist sich eine Gruppe zu suchen, in deren Leistungsniveau man hinein passt. Das heißt dass man nicht in die Gefahr kommt überfordert zu werden und keine psychologische Barriere überwinden muß um zu sagen dass man nicht mehr weiter macht weil man nicht mehr kann. Mit einem erfahrenen Übungsleiter ist dies noch besser und gesünder als alleine mit dem Sport zu beginnen, weil der Trainer genau diese Problematik kennt.

Aber auch wenn man alleine trainiert kann man sich selbst mit Hilfe der regelmäßigen Pulskontrolle überwachen und immer auf einem gesunden Trainingslevel bleiben.

Nach dem Sport soll man sich wohl fühlen und Energie getankt haben. Nach einer kurzen Erholungspause soll man sich entspannt und voller Energie fühlen. Braucht man sehr lange um sich zu erholen, fällt man nach dem Training auf das Sofa und mag nicht mehr aufstehen, braucht der Puls lange um wieder auf einen normalen Wert zu sinken, dann hat man sich überfordert. In der Erinnerung bleibt dann dass es einem nach dem Sport schlechter geht als vorher, der Sport wird immer mehr zur Überwindung und der Spaß bleibt völlig auf der Strecke. Fatal ist das für Menschen die sowieso schon Probleme damit haben sich für Sport zu motivieren. So bleibt es dann meist bei dem Muster dass man in der Regel garnichts tut aber ab und zu, wenn einen das schlechte Gewissen packt, zu einer sportlichen Gewaltaktion aufbricht um „etwas für die Gesundheit“ zu tun. Das hat dann wieder Überforderung zur Folge und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Besser ist es ganz locker und sanft zu beginnen, dafür aber regelmäßig zu trainieren. Ideal ist eine Gruppe auf gleichem Leistungsniveau aber es geht auch gut alleine.

Überfordern Sie sich nicht, das nimmt den Spaß, ist gefährlich für die Gesundheit und hilft auch nicht beim Abnehmen weil man dann zu wenig Sport macht. Es ist vergleichbar mit Menschen die ihre Ernährungsgewohnheiten nicht ändern wollen aber dafür dreimal im Jahr für eine Crash-Diät starten. Das ist gesundheitsgefährdend und wirkungslos fürs Abnehmen.

Lassen  sie sich von niemanden einreden doch noch ein Stück weiter zu laufen, wenn sie merken dass Sie nicht mehr können. Gehen  sie das letze Stück ruhig, machen sie leichte Gymnastik, kommen sie langsam wieder herunter von dem hohen Puls. Sie wissen am besten wie es ihnen geht, hören sie auf sich selbst. Sie sind nicht dazu verpflichtet dafür zu sorgen dass der Rest der Gruppe weiter kommt. Die anderen können für sich selbst sorgen, tun sie das auch.

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