Sport ganz ungeplant

Heute Nacht konnte ich nicht schlafen, keine Ahnung wieso, mir ging zu viel durch den Kopf und ich hatte keine Lust mehr im Bett zu liegen.

Erst dachte ich daran mich an den Computer zu setzen und zu schauen wer noch so online ist, aber nachdem ich dort ein paar Minuten gesessen habe, merkte ich dass es das auch nicht war.

Ich hatte plötzlich das Bedürfnus nach kräftiger Bewegung und nach frischer Luft. Also zog ich mich so gegen 3:30 Uhr bequem an, nahm mir meine Nordic Walking Stöcke und ging hinaus.

Die letzen Nachtschwärmer waren noch unterwegs, meine Nachbarin kam von irgend einer Party wieder und war nicht mehr ganz nüchtern, auf dem Rasen vor dem Haus saß eine kleine Gruppe und ich hörte das Klirren von Flaschen und unterdrücktes Gelächter, die Stimmung war aber ruhig und schön und ich hatte keine Bedenken alleine los zu gehen.

Diesmal konnte ich auch direkt vor der Haustür anfangen, das mag ich sonst nicht weil es zu viele Unterbrechugnen durch Fußgänger und Ampeln gibt, ich nehme die Stöcke mit und warte ab bis ich an der Wiese und dann im Wald bin.

Diesmal habe ich sehr langsam begonnen und als ich dann an der Wiese war, habe ich erst mal ein kleines Dehnprogramm gemacht. Ein einzelner Fußgänger war noch mit seinem Hund unterwegs, der hat nicht schlecht gestaunt!

Und dann lief alles so leicht und mit so wenig Anstrengung und innerem Widerstand, wie ich das noch nicht gekannt habe. Ich bin eine sehr lange Schleife gelaufen und habe die Anstrengung kaum gemerkt. Ich bin natürlich nur auf den breiten Wegen gelaufen, die kleinen Pfade, die ich sonst nehme, waren mir im Dunkeln dann doch zu gefährlich.

Aber auch so kam ich in eine ganz seltsame, verzauberte Stimmung. Der Wald wirkt so mitten in der Nacht ganz anders,er roch auch anders und die Geräusche sind anders und bekommen mehr Bedeutung.

Das Tempo, das ich beim Nordic Walking habe, ist ideal für so etwas. Einerseits ist es langsam genug dass ich den Wald um mich herum wahr nehme und den guten Geruch genießen kann, andererseits ist es rasch genug um meiner eigenen möglichen Angst wegzulaufen.  Ich habe ein Ziel, ich fühle mich nicht hilflos. Wenn es knackte so dass es sich nach Schritten hinter mir anhört, dann laufe ich eben noch etwas schneller bis der Stress vorbei ist und ich merke dass das nur ein Ast war, der herunter gefallen ist.

Ich gewöhne mir immer mehr an, so ungewöhnliche Zeiten und Nischen in meinem Tagesplan zum Sport zu nutzen.

Hinterher konnte ich wunderbar schlafen und fühle mich heute so richtig gut entspannt und zufrieden. Das Lernen für die Klausur morgen, wird mir leichter fallen mit dem Sauerstoff im Hirn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>