Unsportlich – gibt es das?

Ich habe mich ja immer für unsportlich gehalten und nun hege ich berechtigte Zweifel. Natürlich hatte ich als Kind Bewegungsdrang. Nur vielleicht solchen der eher störte und sich nicht so gut in Bahnen lenken ließ. Irgendwas scheint schief gegangen zu sein so dass ich zu änglich wurde und die Lust zum Bewegen verlernte. Das muß schon sehr früh passiert sein.

Der Horror im Schulsport kam dann noch dazu und meine Rückenprobleme die mich von Anfang an behinderten, die aber nie anerkannt wurden. Wenn ich etwas im Schulsport nicht hin bekam, gab es schlechte Noten. Damals habe ich das eher als Militärdrill erfahren und ich kann mich an einige Lehrer erinnern, die auch im Militärjargon mit uns sprachen.

Irgndwann habe ich mich für faul und fett und eben unsportlich  gehalten und mich entsprechend benommen. Gestärkt wurde das dadurch dass auch meine Mutter die Kinder in sportliche und unsportliche einteilte. Ich gehörte also zwingend in die Gruppe der unsportlichen Kinder, die dann wenigstens ein Instrument lernen sollten damit sie wenigstens etwas vorzuweisen hatte.

Das war die übelste Demütigung die ich bis dahin in Sachen Sport und Selbstwert gehört hatte und zum Glück hat es mir nicht auch noch die Freude an Musik und am Flötespielen verleidet.

Das alles kam mir in den Sinn, nachdem ich gemerkt habe wie viel Spaß es machen kann sich sportlich zu bewegen. Mit Hilfe des Aiqum-Sportprogramms habe ich erst zuhause Übungen gemacht, habe deren positive Wirkung festgestellt und habe dann mehr und mehr Sportarten ausprobiert.

Inwischen behaupte ich mal ganz schlicht dass kein Kind von Natur aus unsportlich ist, sondern unsportlich gemacht wird, wodurch auch immer!!

One thought on “Unsportlich – gibt es das?

  1. […] Schulsport war für mich ja damals der schlichte Horror, aber ich könnte mir heute vorstellen dass mir so […]

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